Von der Entscheidung zur Umsetzung

Den richtigen Kryonik-Anbieter wählen

Vergleiche bei der Wahl eines Kryonik-Anbieters das gesamte System: Einsatzbereitschaft, Verfahren vor Ort, gemessene Konservierungsqualität, veröffentlichte Nachweise, Forschung, Lagerung, Finanzierung der Patientenversorgung und langfristige Organisationsführung.

Ich verstehe, warum man Anbieter gern anhand einer Tabelle vergleicht.

In einer Zeile steht der Preis, in der nächsten der Mitgliedsbeitrag. Häkchen zeigen, welche Leistungen enthalten sind, und schon entscheidet man sich für den Anbieter mit den meisten Häkchen.

Für einen Laptop funktioniert das einigermaßen. Bei der Wahl eines Kryonik-Anbieters kann dieses Vorgehen gefährlich sein.

Bei einem Anbieter beurteilst du mehr als ein einzelnes Produkt. Entscheidend ist, wie Personal, Fahrzeuge, medizinische Verfahren, Dokumentation, Qualitätskontrollen, rechtliche Strukturen, Finanzierung und Langzeitlagerung zusammenspielen.

All das muss unter Umständen am schlimmsten Tag im Leben deiner Familie funktionieren. Beaufsichtigen kannst du es dann nicht.

Vergleiche die Anbieter also unbedingt. Wir veröffentlichen einen ausführlichen, aktuellen Kryonik-Anbietervergleich, eben weil die Unterschiede entscheidend sind.

Vergleiche jedoch das gesamte System, nicht nur den beworbenen Preis.

Wir sind nicht neutral. Wir sind überzeugt, dass Tomorrow.bio derzeit die beste Wahl ist. Prüfe die folgenden Belege, bevor du dich dieser Einschätzung anschließt.

Am Anfang stehen die ersten Stunden

Zunächst interessiert man sich meist für die Einrichtung zur Langzeitlagerung. Von ihr lässt sich leicht ein Bild machen. Man kann einen Dewar, also einen isolierten Lagerbehälter, fotografieren, die Räume besichtigen und sich vorstellen, wo der eigene Körper aufbewahrt würde.

Die ersten Stunden sind weniger fotogen, aber oft entscheidender.

Auch nach der offiziellen Feststellung des Todes setzen sich biologische Veränderungen im Körper fort. Jemand muss den Anbieter benachrichtigen, ein geschultes Team muss den Patienten erreichen, und Kühlung sowie Stabilisierung müssen so schnell wie möglich beginnen.

Auch die eindrucksvollste Einrichtung kann die Zeit nicht wettmachen, die vor Beginn des Transports verloren gegangen ist.

Deshalb solltest du beim Vergleich zunächst ganz praktische Fragen stellen. Wo sitzen die Teams? Wer beschäftigt sie? Sind sie rund um die Uhr verfügbar? Welche Ausrüstung bringt das Team mit? Was können sie an deinem Wohnort tatsächlich leisten?

Lass dich nicht mit Angaben zu der Stadt abspeisen, in der ein Anbieter am besten aufgestellt ist, wenn du woanders lebst.

Tomorrow.bio ist in ganz Europa und den USA einsatzbereit. Unser eigenes Team übernimmt Bereitschaftsdienst, Stabilisierung und Transport. Dafür stehen eigene Rettungswagen sowie geschultes medizinisches und chirurgisches Personal zur Verfügung.

Wenn die Umstände es zulassen, führen wir die Kryoprotektion des ganzen Körpers standardmäßig vor Ort durch. Wir ersetzen das Blut im dafür ausgerüsteten Rettungswagen durch eine kryoprotektive Lösung, bevor der Transport über die weite Strecke beginnt. Damit warten wir nicht bis zur Ankunft des Patienten in der Schweiz.

Der Unterschied ist wichtig. Die eigentliche Konservierung erfolgt damit vor dem Transport und wird durch ihn nicht verzögert.

Wie das abläuft, beschreiben wir in den Artikeln zur Erstversorgung und Bereitschaft, zur Perfusion und Kryoprotektion vor Ort sowie zum Vorgehen, wenn ein Mitglied uns braucht.

Schwierige Fälle wird es immer geben. Menschen sterben plötzlich. Es kann dauern, bis das Team Zugang zum Verstorbenen erhält. Auch die Abstimmung mit Angehörigen und Behörden kann den Ablauf erschweren.

Ein seriöser Anbieter tut nicht so, als spielten Entfernungen keine Rolle. Er sorgt dort, wo seine Mitglieder leben, für ein dichtes Netz von Einsatzteams, bereitet sich auf Todesfälle während einer Reise vor und benennt die Grenzen seiner Möglichkeiten offen.

Das zeigte sich deutlich in unseren Mitgliederbefragungen. Manche Menschen fanden Kryonik jahrelang überzeugend, konnten sich aber nicht vorstellen, dass eine weit entfernte Organisation ihnen im Ernstfall tatsächlich helfen könnte. Seit Einsatzteams in ihrer Region verfügbar sind, fragen sie sich nicht mehr nur „Glaube ich an Kryonik?“, sondern „Funktioniert das dort, wo ich lebe?“

Diese anonymisierten Rückmeldungen stammen aus einer begrenzten Zahl von Interviews und lassen keine Rückschlüsse auf alle Mitglieder zu. Die Sorge dahinter ist trotzdem völlig nachvollziehbar.

Verlange Belege aus echten Fällen

Jeder Anbieter kann ein Protokoll beschreiben.

Ein Verfahrensprotokoll legt fest, wie das Team vorgehen soll. Ein Fallbericht dokumentiert, was tatsächlich geschah, wenn ein Anruf zu spät einging, es Probleme mit der Aufrechterhaltung des Kreislaufs gab, Formalitäten länger dauerten als erwartet oder der Patient weit vom nächsten Team entfernt war.

Man braucht beides.

Tomorrow.bio veröffentlicht fortlaufend nummerierte Fallberichte, die den zeitlichen Ablauf, Temperaturen, Verfahrensdaten, Abweichungen und Ergebnisse dokumentieren. Wir diskutieren sie auch öffentlich. Das zwingt uns zu einer mitunter unbequemen, aber nützlichen Prüfung: Entsprach der tatsächliche Ablauf dem vorgesehenen Verfahren?

Zeigt eine Organisation nur makellose Abläufe, frag nach, was sie aus ihrem letzten schwierigen Fall gelernt hat.

Frag anschließend, wie die Qualität der Konservierung gemessen wird. „Das Verfahren wurde abgeschlossen“ ist keine Qualitätskennzahl.

Tomorrow.bio führt bei jedem menschlichen Patienten vor der Langzeitlagerung eine Computertomographie bei kryogener Temperatur durch. Die Aufnahmen liefern qualitative und quantitative Informationen darüber, wie sich die Kryoprotektiva verteilt haben und ob sich Eis gebildet hat.

Da die Untersuchungen stets unter denselben kryogenen Bedingungen stattfinden, lassen sich die bei verschiedenen Patienten gemessenen Dichtewerte besser vergleichen. Im Rahmen unserer Qualitätssicherung arbeiten wir außerdem daran, mit entsprechender Einwilligung elektronenmikroskopische Untersuchungen einzusetzen, um die Feinstruktur des Gehirns mit wesentlich höherer Auflösung zu untersuchen.

Keines der beiden Verfahren kann nachweisen, dass eine spätere Wiederbelebung möglich ist. Diesen Nachweis kann derzeit kein verfügbares Verfahren erbringen.

Beide Verfahren erfüllen dennoch einen wichtigen Zweck: Statt bloßer Zusicherungen liefern sie überprüfbare Befunde dazu, welche Strukturen tatsächlich erhalten geblieben sind.

Diese Befunde können Schwächen des Konservierungsverfahrens aufdecken. Das ist hilfreich, denn nur so lässt sich das Verfahren verbessern.

Wir sind überzeugt: Die Konservierungsqualität sollte für jeden Patienten gemessen werden, Fallberichte sollten veröffentlicht werden, und technische Aussagen sollten einer Überprüfung anhand tatsächlicher Messdaten standhalten. Es ist erstaunlich, dass dies in der Kryonik noch nicht zum Standard gehört.

Das interaktive Tool wird geladen …

Wer ist nach dem Verfahren verantwortlich?

Ein Anbietervergleich, der nur bis zum Beginn der Langzeitlagerung reicht, ist unvollständig.

Die Lagerung kann Jahrzehnte dauern oder deutlich länger. Gründer werden ausscheiden. Die Führung wird wechseln. Auch technische Möglichkeiten, rechtliche Rahmenbedingungen, Währungen und politische Verhältnisse werden sich verändern.

Deshalb solltest du eine unbequeme Frage stellen: Wer trägt rechtlich die Verantwortung für den Patienten, und wer verfügt über das für seine Versorgung vorgesehene Geld?

Tomorrow.bio verteilt diese Verantwortlichkeiten auf drei Organisationen.

Die Tomorrow Biostasis GmbH betreut die Mitglieder, organisiert die Einsätze und führt die Kryokonservierung durch. Die Patient Care Foundation trägt die rechtliche Verantwortung für den Patienten und verwaltet das für ihn vorgesehene Kapital. Die European Biostasis Foundation betreibt die Langzeitlager- und Forschungseinrichtung in der Schweiz.

Es handelt sich um Schwesterorganisationen, nicht um externe Dienstleister, die lediglich einzelne Aufgaben übernehmen.

Die Trennung ist wichtig, weil die Patientenversorgung nicht vom fortdauernden wirtschaftlichen Erfolg der Betreibergesellschaft abhängen sollte. Weder das für die Langzeitversorgung bestimmte Kapital noch die bereits gelagerten Patienten werden einfach als Vermögenswerte in der Bilanz von Tomorrow.bio geführt.

Die Schweizer Stiftungen veröffentlichen Finanzberichte im Rahmen der geltenden Aufsicht. Vergleiche, wie transparent die Finanzen sind, welche Mittel für die Patientenversorgung bereitgestellt werden, wie das Geld angelegt wird und wie diese Mittel rechtlich vom übrigen Vermögen getrennt sind.

Gib dich nicht mit der Zusicherung zufrieden, dass die Organisation langfristig bestehen will. Das hat jeder vor.

Achte darauf, dass die Struktur einen geregelten Wechsel der Verantwortlichen ermöglicht und Vorsorge für den Fall trifft, dass eine beteiligte Organisation ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Unsere Artikel zum Tomorrow.bio-Ökosystem, zu Organisationen, die Bestand haben sollen, und zu der Frage, was passiert, wenn Tomorrow.bio insolvent wird, erläutern das Konzept ausführlicher.

Prüfe auch, wie die Einrichtung gebaut und ausgestattet ist. Die EBF betreibt in der Schweiz eine eigens dafür gebaute unterirdische Anlage mit einer Infrastruktur zur Versorgung mit Flüssigstickstoff, überwachten Lagersystemen und Platz für Erweiterungen.

Du kannst die Einrichtung besichtigen, Berichte über ihre Aktivitäten lesen und dich über die Vorkehrungen für die langfristige Patientenversorgung informieren. Wer ein Versprechen für Generationen gibt, muss mehr vorlegen als eine Verkaufspräsentation.

Die meisten Organisationen behaupten, Forschung zu unterstützen. Die entscheidende Frage ist, was sich dadurch tatsächlich ändert.

Gibt es ein hauseigenes Team? Gibt es eine veröffentlichte Roadmap? Fließen die Entwicklungsergebnisse tatsächlich in die Ausstattung der Rettungswagen, die Kühlgeräte, die Qualitätsmessung und die Lagerung ein?

Tomorrow.bio betreibt eigene medizinische Forschung und entwickelt technische Lösungen für die Kryokonservierung. Wir veröffentlichen eine mehrjährige Roadmap und passen Verfahren an, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Das umfasst die Entwicklung von Kryoprotektiva, Ausrüstung für den Einsatz vor Ort, Trainingsmodelle, computergesteuerte Kühlung, Qualitätsbewertung und neue Lagertechnik.

Nicht jedes Projekt wird gelingen. Das gehört zur Forschung.

Entscheidend ist, Ergebnisse auch bei gescheiterten Projekten systematisch auszuwerten und die Erkenntnisse für Verbesserungen zu nutzen. Unsere Artikel zur angewandten Technik und zu Forschung und Entwicklung zeigen, wie das mit der Patientenversorgung zusammenhängt.

Auch deshalb solltest du beim Vergleich erst die Leistungen prüfen und dann den Preis.

Frag, was in der genannten Summe enthalten ist. Bereitschaft, Verfahren vor Ort, internationaler Transport, Kühlung, Langzeitlagerung und Kapital für die Patientenversorgung können gebündelt oder getrennt abgerechnet werden.

Ein niedrigerer Preis bei geringerem Leistungsumfang bedeutet kein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Es ist ein anderes Angebot.

Warum wir Tomorrow.bio für die beste Wahl halten

Wir haben Tomorrow.bio gegründet, weil wir überzeugt waren, dass Kryonik deutlich besser gemacht werden kann, besonders für Menschen in Europa.

Heute können wir unsere Position mit mehr als einer Präsentation unserer Pläne begründen.

Wir verfügen in Europa und den USA über einsatzbereite Teams und die nötige Ausrüstung. Wir führen die Kryoprotektion vor Ort als Standardverfahren durch, wenn die Umstände es erlauben. Wir veröffentlichen Fallberichte und führen bei jedem menschlichen Patienten eine Computertomographie bei kryogener Temperatur durch. Außerdem betreiben wir eigene Forschung, entwickeln technische Lösungen und lagern Patienten in der eigens dafür gebauten Schweizer Einrichtung unserer Schwesterorganisation.

Die Patientenversorgung und das dafür bestimmte Kapital sind rechtlich von der Betreibergesellschaft getrennt. Die zuständigen Stiftungen unterliegen der Schweizer Aufsicht und veröffentlichen Finanzberichte.

Aus diesen Gründen sind wir überzeugt, dass Tomorrow.bio derzeit insgesamt das beste Angebot bietet.

Kein Anbieter kann eine Wiederbelebung versprechen. Auch Tomorrow.bio kann das nicht.

Wir können die Konservierung und Langzeitversorgung nach bestem Wissen organisieren, die Ergebnisse messen, Nachweise veröffentlichen und die Abläufe stetig verbessern.

Lies die vollständige Vergleichsmatrix. Prüfe die Quellen. Stell uns schwierige Fragen. Besuche, wenn möglich, den Standort in Berlin und die Schweizer Einrichtung.

Entscheide dich dann danach, welcher Anbieter im Ernstfall tatsächlich alle erforderlichen Leistungen erbringen könnte.

Kurz gesagt: Vergleiche bei der Wahl eines Kryonik-Anbieters das gesamte System: Einsatzbereitschaft, Verfahren vor Ort, gemessene Konservierungsqualität, veröffentlichte Nachweise, Forschung, Lagerung, Finanzierung der Patientenversorgung und langfristige Organisationsführung. Tomorrow.bio ist überzeugt, diese Anforderungen derzeit insgesamt am besten zu erfüllen.

Weiterführende Artikel