Hier gibt es eine Unterscheidung, die still und leise für den Großteil der Verwirrung darüber sorgt, was die Biostase kostet: Es gibt zwei völlig unterschiedliche Rechnungen, und die Leute addieren sie im Kopf, obwohl sie sie eigentlich getrennt betrachten sollten. Die eine ist die hohe, einmalige Konservierungsgebühr, die am Ende gezahlt wird und normalerweise von der Versicherung übernommen wird. Die andere ist der Mitgliedsbeitrag – und das ist die kleine, wiederkehrende Gebühr, um die es in diesem Artikel geht.
Die Mitgliedschaft ist keine Anzahlung für deine Kryokonservierung. Sie mindert die 200.000 Euro nicht. Sie kauft etwas anderes und in gewisser Weise Wichtigeres. Sie hält die Maschine warm. Wenn du sie brauchst, gibt es keine Verzögerung zwischen dem Zeitpunkt des Todes und dem Beginn der Maßnahmen.

Wofür du eigentlich bezahlst
Der Mitgliedsbeitrag sorgt dafür, dass standby rund um die Uhr geschult und einsatzbereit sind. Er deckt die Wartung der standby und der Fahrzeuge ab, einschließlich des Biostasis-Krankenwagens. Er finanziert die organisatorische Unterstützung, die sich um eure Verträge, eure Versicherungsangelegenheiten und die Logistik kümmert – Aufgaben, die sonst im schlimmsten Fall auf eure Familie fallen würden. Und er gewährt euch Zugang zu den günstigeren Preisen für Mitglieder.
Ganz einfach gesagt: Du zahlst für Einsatzbereitschaft. Ein geretteter Mensch ist das Ergebnis eines Wettlaufs gegen den zellulären Verfall, der in dem Moment beginnt, in dem das Herz aufhört zu schlagen – und ein Team, das bereits geschult, ausgerüstet und einsatzbereit ist, gewinnt diesen Wettlauf. Der Mitgliedsbeitrag ist der Preis dafür, dass man nie bei Null anfangen muss.
Drei Zahlungsmöglichkeiten
Du kannst die Gebühr so bezahlen, wie es für dich am besten passt:
- Monatlich: 50 EUR pro Monat
- Jährlich: 500 EUR pro Jahr
- Lifetime: 15.000 EUR, einmalig zu zahlen
Bei der Jahresoption sparst du ein bisschen gegenüber dem Monatsbeitrag; die lifetime ist für Leute gedacht, die sich lieber nicht über wiederkehrende Kosten für die nächsten Jahrzehnte Gedanken machen wollen. Keine der beiden Optionen betrifft die Erhaltungsgebühr, die separat finanziert wird – fast immer über eine Lebensversicherung. Es gibt auch ermäßigte Beiträge für Studierende und Personen mit geringem Einkommen, denn das Ziel ist es, das Ganze verständlich und zugänglich zu machen, nicht exklusiv.
Was passiert, wenn du kein Mitglied bist?
Auch Nichtmitglieder können kryokonserviert werden. Da aber keine Vorabvorbereitungen getroffen wurden, sind die Gebühren zum Zeitpunkt des Todes deutlich höher. Die Ganzkörper-Kryokonservierung kostet 230.000 EUR, gegenüber dem Mitgliedspreis von 200.000 EUR. Die reine Hirnkryokonservierung kostet 115.000 EUR gegenüber 75.000 EUR. Diese Differenz ist keine Treueabgabe. Es handelt sich um die tatsächlichen Mehrkosten, die entstehen, wenn das System für jemanden mobilisiert werden muss, für den es nicht bereits in Bereitschaft war.
Die Mitgliedschaft ist von vornherein so konzipiert, dass sie kaum Verpflichtungen mit sich bringt. Du kannst jederzeit kündigen, und alle Details zu deinem Versicherungsschutz sowie deine Mitgliedsdaten sind über die Tomorrow.bio bio-Mitgliederzone einsehbar. Das Modell soll sich Monat für Monat bezahlt machen – und dich nicht in eine Falle locken.
Eine Mitgliedschaft ist keine Vorauszahlung für deine Gesundheitsvorsorge. Sie sorgt dafür, dass ein medizinisches Team für dich bereitsteht – und das ist das Einzige, was man im Nachhinein nicht mehr kaufen kann.
Wenn du dir überlegst, ob sich die laufenden Kosten lohnen, sieh es doch mal so: Mit der Erhaltungsgebühr bezahlst du den Eingriff. Mit dem Mitgliedsbeitrag bezahlst du die Bereitschaft, die den Eingriff erst sinnvoll macht. Das eine ohne das andere ist nur ein halber Plan.
